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3-Tage-Festival Dieter Schönbach in Gütersloh
LITERATUR: Dante-Lesung DIE GÖTTLICHE KOMMODÖDIE in der Neu-Übersetzung
von Dieter Schönbach
gelesen von Uta-Maria Schütze und D.Schönbach
am Freitag, den 24.September 04 um 20 Uhr in der Buchhandlung "buch/medien/haus"
am Kolbeplatz
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Konzert mit Werken von D. Schönbach
Veranstaltung von der Musik-und Kunstschule Manfred Ligensa, mit dem LIGENSA-CHOR
unter der Leitung von
Manfred Ligensa und den bekannten Musik-Interpreten Holger Groschopp,
Berlin, Klavier, Antje Hensel, Blockflöte, Leipzig / Lausanne, Hans-Joachim
Knoke, Trompete, Bielefeld, Engelbert Schön, Orgel und Klavier, Rietberg
und Uta-Maria Schütze, Sprecherin, Köln
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Hymnus für Klavier - COME SANTO FRANCESCO...Chor- Kantate
aus den FIORETTI für Soli, Sprecher, Klavier und gemischten Chor
- 4 Kleine Klavierstücke - CANZONA DA SONAR 3 für Flöte
und elektronischer Rükkoppelung - 5 Klavierstücke aus "Farben
und Klänge, Bilder von W.Kandinsky
Konzert für hohe Trompete und Orgel nach einem Domenico- Scarlatti-Stück
entwickelt - Englische und Irische Volkslieder für Soli, Chor und
Instrumente.
Am Samstag, den 25 September, 18.00 Uhr in der Martin-Luther-
Kirche (Berliner Strasse).
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Ausstellung von D. Schönbach - Bildern mit Acryl-Modeling-Paste
auf Leinwand mit Blattgold belegt
Vernissage am Sonntag, den 19.09.04 ab 11 Uhr in der
Martin-Luther-Kirche. Die Ausstellung läuft bis zum 26.09.04
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Die schon sehr bekannte leipziger Blockflöten-Virtuosin ANTJE HENSEL hat
mit Dieter Schönbachs CANZONA DA SONAR 3 einen 3. Platz beim internationalen
"incati-wettbewerb" im Oktober 2003 in Biel (Schweiz) errungen.
Die Komposition verlangt von der Interpretin ein hohes virtuoses Können,
das sie eingebettet in vorpräparierte Klangfelder einer geschichteten
Studio-Improvisation, hervorragend einzusetzen versteht. Antje Hensel
wird auch der NOSTRADAMUS-Uraufführung mit vielen anderen Solisten ihren
instrumentalen Beistand gewähren.
(Die oben genannte CANZONA DA SONAR 3 wird vom Moeck-Verlag Celle betreut.)
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Das Multimedia-Spektakel
Dieter Schönbach, der 1968 zu den „Kieler
Wochen“ die erste Multimedia-Oper DIE GESCHICHTE VON EINEM FEUER
erfolgreich uraufführen ließ, hat immer wieder eine Reihe spektakulärer
Stücke herausgebracht:
In den siebziger und achtziger Jahren die Multimedia-Opern HYSTERIA –
PARADIES SCHWARZ; Uraufführung in Köln, HYMNUS I für die
„Urbs 71“ in Wuppertal, HYMNUS II für die Olympischen
Spiele 1972 in München, 1979 die erste „Umweltoper“ COME
SANTO FRANCESCO in Münster, TEMPEST bei den Maifestspielen in Wiesbaden,
CANZONA V bei den Festspielen in Spoleto, Dante’s DIVINA COMMEDIA
als audio-visuelles Spektakel in Düsseldorf und eine ganze Reihe
multimedialer Kompositionen, mechanischer Stücke, Freiluft-Performances
und Transkriptionen klassischer Opern- und Theater-Literatur, die der
Komponist gemeinsam mit bildenden Künstlern realisierte.
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All die Jahre
hindurch hatte Dieter Schönbach das Ziel, mit seinen künstlerischen
multimedialen Aktivitäten das Dilemma der progressiven Umweltentwicklung,
das Wissen um die damit verbundene unausweichliche Zerstörung allen
Lebens auf unserer Erde, deutlich und den Menschen möglichst alarmierend,
zu dokumentieren.
Schönbach fand in dem in der Eifel lebenden Lyriker Gert Grünert
einen idealen Partner für die literarisch-exegetische Gestaltung
der Prophezeiungen des NOSTRADAMUS in Verbindung mit der Apokalypse des
Johannes. Zum Team fand sich auch Nam Jun Paik für die assoziativ
bildliche Interpretation, die er so grandios mit den Mitteln seiner Video-Kunst
beherrscht. Die Produktion ist nunmehr weitgehend abgeschlossen, die digitalen
Musikaufzeichnungen werden zusammen mit den Texten nach einem geometrischen
Schlüssel verflochten, den Live-Musikern werden die Partituren gedruckt
und Übersetzungen in vier globale Sprachen vorbereitet.
LEGIS CANTIO CONTRA INEPTOS CRITICOS!
Der Countdown 2001 des NOSTRADAMUS hat mit diesem vorliegenden Buch begonnen.
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| Für
Solo-Sänger, Solo-Sprecher, Sing-Chor, Sprech-Chor, 3 Solo-Tänzer,
1 Seil-Artist, gr. Steppgruppe, Steelband mit Cheerleadern, diverse Musiker
(Flöte, 3 Posaunen, 6 Trompeten, Schlagzeuggruppe, Pauken, gr. Trommel,
1 Pianist), 3 Gabelstapler, eine große Videoinstallation von Nam Jun
Paik, Rauch, Feuer und Spezialvernetzung für ein 48-kanaliges Lautsprechersystem.
Die Aufführungsorte sind gebunden an Großhallen
oder alten Fabrik-Anlagen.
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Dieter Schönbach che nel 1968, in occasione delle
„Kieler Wochen“ ha fato rappresentare, per la prima volta con successo,
la prima opera multimediale dal titole DIE GESCHICHTE VON EINEM FEUER,
ha consinuamente edito una serie di pezzi spettacolari:
Negli anni settana e ottanta le opere multimediali “HYSTERIA – PARADIES
SCHWARZ” con prima a Colonia; HYMNUS I per la “Urbs 71” a Wuppertal; HYMNUSS
II per gli Olimpiadi 1972 a Monaco di Baviera; 1979 la prima “opera ambientalista”
COME SANTO FRANCESCO a Münster; TEMPEST nel festival “Maifestspielen”
di Wiesbaden; CANZONA V nel “Festival Dei Due Mondi” di Spoleto; la DIVINA
COMMEDIA di Dante come spettacolazione audio-visiva a Düsseldorf; e tutta
una serie di composizioni multimediali, pezzi meccanici, performances
all´aperto, e trascrizioni di opere classiche e della letteratura teatrale
che il compositore ha realizzato assieme ad artisti delle arti visive.
Attraverso gli anni Dieter Schönbach si è dato lo scopo di documentare,
conla sua attività artistica multimediale, il dilemma dello sviluppo e
dello sfruttamento progressivo dell´ambiente in modo evidente e il più
possibile allarmante per gli uomini e la conoscenza che e ciò è connesso
inevitabilmente la distruzione di tutta la vita sulla nostra terra.
Schönbach ha trovato nel poeta Gert Grünert, che vive nella Eifel, un
partner ideale per la creazione letteraria-esegetrica delle profezie di
NOSTRADAMUS congiuente con l´Apocalisse di Giovanni. Del team fa parte
anche Nam June Paik, per l´interpretazione associativa visiva di cui l´artista
è consì grandiosamente capace con i suoi mezzi di videoart. La produzione
è ormai in gran parte terminata, le registrazioni musicali digitalizzate
sono inrecciate insieme con i testi attravoerso una chiave geometrica,
sono in stampa le partiture per i musicisti, e sono in preparazione le
tradizioni in quattro lingue mondiali.
LEGIS CANTIO CONTRA INEPTOS CRITICOS!
Il conto alla rovescia 2001 di NOSTRADAMUS ha avuto inizio con il presente
scritto.
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Muß ich denn anders
hören, fühlen, schauen, schmecken?
Der Horizont wird hell – verspritzte Menschenhirne,
blick´ ich nur aus dem Fenster – Leichen und Gespenster!
Und geh´ ich aus dem Haus –
An allen Enden, Ecken, ....
Nur Gestank und Graus.
Der Frühling legt das bunte Tischtuch aus.
D´rauf Blumenmuster und die Wolken und die Sonne.
Die Leute sind nur schmutzig Flecken.
Viel Weh ist zu entdecken.
Ein Kind an seiner Amme Brust
Voll Andacht, frecher Ehrfurcht und voll Lust...
Beim Totenschmaus –
Die Mutter ist so bleich wie eine Nonne
Oh, wenn ich Alltag hör´, denk´ ich an die Gestirne.
Und beim Wort Morgengrauen.... |
Die Verse werden rhythmisch
zu einem weit entfernten, genau fixierten Infanteriegefecht gesprochen
Nostradamus ist an seinem Rednerpult angekommen, sieht die Menge
der Reporter und wird durch TV-Scheinwerfer geblendet. Er strafft
sich, federt die Stufen empor und beginnt mit großem Schwung und
verändertem Duktus seine Rede.
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Wohl habe ich berechnend es erkannt,
was Gott mir wie in Bildern,
doch auch als Gabe gleichsam eingegeben
so schwer und rein wie meisterhaftes Gold
und also Glaube ist und Gleichnis und Verstand,
ja und zugleich geschautes und empfund´nes Leben.
Und dennoch bin ich dessen weder stolz noch froh.
Es ist halt wie es ist mal eben so:
Ich muss es im Geheimnisvollen schildern.
Es wird ereignen sich gewollt und ungewollt.
Wer will nun seine Ängste, seine Schuld,
wer seine Gier und Hoffnung auf mich laden?
Fast alle werden´s woll´n und haben nicht Geduld,
sich selber - mich verbrennend - reinzubaden.
Mich, wenn schon nicht mein Werk, gleich zu vertilgen,
statt läuternd sich erst selbst zum Mensch zu bilden.
Doch wer denn wäre auf sein Schicksal nicht gespannt?!...
Ich selber gab den Leuten Rätsel auf,
als bände uns nicht all dasselbe Band.
Das wolln sie nicht vergeben, nicht verzeihen!
Die Deuter aber wähnen sich Propheten
als ob sie Gott, ja mehr noch als Gott seien
und meinen, hätten Wissen, hätten Macht
nur weil sie Fabeln flunkern, feixend "prophezeien".
Derweil seh´ ich die Venus bleich und Mars sich röten
Seh´ mehr als Liebe manche künft´ge Schlacht,
die ungeheure Not der Menschenmassen,
die sich verängstigt flieh´n und quäl´n und töten.
Jetzt bitte keine Zwischenfragen!
Jenseits von Flüchen, Hoffnung und Gebeten
Erkenn ich meinen eignen Lebenslauf
fernab des irrenden Getümmels:
Ein Seher in der sternenklaren Nacht.
Am Gang des weiten Himmels zeigt es sich zuhauf,
ob Kriegsmord auf dem Land noch in den fernsten Dörfern,
ob schwarze Pest die Menschen in den Städten mäht,
ob auch der Dummheit Pest am allerletzten Weltenrand,
vom stumpfen Sinnen oder schärfer´n,
gefällt von eigner Hand, von gänzlich fremden Wesen,
von Flutwell´n, von Kometen,
ob früher, später, - jetzt,
stets wird es unterschätzt, sich tragend mit so
schwerer Last des Wissens zu erlösen!
Doch ich hab´ sie geerntet, diese Last.
Ich habe sie, und sie hat mich erfaßt...
Wie plötzlich - und doch ganz unabgehetzt -
rinnt aus dem Stundenglas der Menschheit so der Sand...
Das habe ich verstanden und erkannt.
Und ob im Guten - oder auch im Bösen,
ein größeres Schicksal zieht an unseren Fäden
in jedem Nu - und dennoch ohne Hast...
Erlauben Sie eine Zwischenfrage:
"Das ist recht abstrakt, könnten Sie uns das an einem konkreten
Beispiel erkläutern?"
Abstrakt?
Worüber ich durch Gottes Existenz/
mit Astronomie zur Kenntnis kam,/
Erbteil soll´s von nun an sein der Menschheit!/
Wissen aber muß man, daß alle/
Ereignisse/
verwaltet werden/
von der unbegreiflichen Macht Gottes, die mich nicht in Taumel versetzt/
sondern inspiriert durch astrologische Bestätigung.......
Wie oft habe ich nicht schon vorhergesagt,/
was dann auch wirklich eintraf, die Zeitläufte sind meist berechenbar./
Und anders wieder/
hat am Prophetischen teil./
Eigentlich wollte ich schweigen/
und von der Niederschrift Abstand nehmen, denn gegenwärtige und
besonders
künftige Generationen werden/
an Regierungsformen, Parteien, Religionen so radikale Veränderungen
und
Perversionen bemerken/
daß die Herrschenden, die Parteiführer und die Kirchenobrigkeit
- würde ich
berichten was in Zukunft geschehen wird -/
nicht anderes können, als mich und mein Wort zu verdammen ... ja
... wohl!
Also gebt das Heilige nicht den Hunden und werft/
eure Perlen nicht vor die Säue, denn sie könnten sie mit Füßen treten
und sich
umwenden und - EUCH - zerreißen ...
Es stimmt!
Die meisten prophetischen Eingebungen sind so anstößig, daß man/
keine Erklärungen und Deutungen geben darf. Es ist jedoch nur möglich/
schriftlich zu hinterlassen/
was vom Zahn der Zeit sonst unkenntlich gemacht werden würde. Deshalb
beschloß ich die Ereignisse/
soweit sie von allgemeinem Interesse sind mit verborgenen und verwirrenden
Sätzen darzulegen deshalb/
ist alles in verschwommenen Bildern geschildert weit verwirrender
als zuvor/...
rrr........
Das alles soll zarte Ohren nicht verletzen.
Durch manche Menschen will der Schöpfer aber einige/
Geheimnisse der Zukunft/
enthüllen Mittler/
sind die Engel Gott/
vollendet sie/
als Dritte/
wirken die bösen Geister ich habe ... meine natürliche Begabung/
von meinen Ahnen geerbt aber/
um weissagen zu können verbinde/
ich dies Talent mit eingehenden Berechnungen und bringe/
beides in Einklang ich habe keine Jahrmarktbude... Das meiste läuft
synchron mit
den Planeten/
So... hab ich wie in einem großen Spiegel/
nebelhafte Bilder großer trauriger ungeheurer grauenhafter Ereignisse
gesehen...
mögen auch viele von mir halten, das/
was ausschließlich von mir selber stammt sei nichts wert/
Gott ist mein Zeuge
Ich mag mir den Titel "Prophet"/
nicht anmaßen denn ein wahrer Prophet ist der welcher Dinge/
sieht/
weitab vom natürlichen Wissen jeder Kreatur Tatsachen aber/
beruhen/
auf Ursachen die letztlich/
von uns/
auch durch okkulte Kräfte nicht/
erfaßbar sind und verborgen bleiben/
allein... wer die Bewegungen am Himmel erkennt dessen Vernunft/
sind jene Vorgänge nicht gänzlich verhüllt und ohne prophetische
Inspiration von
Gott/
kann auch dies nicht gelingen ------------
Man liest wieder aus Eingeweiden!
Die Werke der großen Propheten.......
werden beschlagnahmt und geraten in die
schmutzigen Hände der Tyrannen.
3. Soli aus der Presse: (gesungen)
Laß ihn doch mal endlich ausreden!
Nostradamus:
Viele Bücher, die jahrhundertelang versteckt
wurden, habe ich gekannt. Ich übergab sie
lieber dem Feuer, damit sie nicht in falsche
Hände gelangen mögen. Während die Flam-
men sie verzehrten, entstand eine ganz unge-
wöhnliche Helligkeit, weit klarer als jedes
natürliche Licht.
Vergangenheit, Gegenwart, und Zukunft -
okkultes Wissen,
Begabung,
und göttliche Macht...
Die Dinge, die geschehen werden
kündigen sich in den nächtlichen
Himmelslichtern und durch den Geist
der Prophetie unaufhörlich an...
Einige Male in der Woche versetze ich mich
in Trance.
Danach reinige ich in langen Berechnungen
die nächtlichen Bilder vom Schwefelhauch!
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Diese Rede ist als eigenständige Wortkomposition mit vielen Überschneidungen
auf 24 Kanäle programmiert, zum Teil auch mit gesungenen Nebensätzen,
mit Hallvarianten und Verdopplungen, - trotzdem aber immer verständlich.
Zusätzliche 4-Kanaleinspielung von Choral-Ähnlichem
und von Gregorianik-Variationen.
barsch, aber freundlich:
Nostradamus geht mit abwinkender Geste über
eine
Zwischenfrage hinweg und fährt ohne Unterbrechung fort.
(stumme Zeigefinger-Geste)
Jetzt abgehacktes Sprechen,
Vertreterfloskeln, wichtigtuerisch,
pathetisch, gelangweilt,
euphorisch etc.
(Nostradamus zögert etwas)
Fingerzeig auf einen Journalisten, Geste mit einer Hand am Ohr,
als sei er schwer zu verstehen... sofort aber weiter:
Nostradamus blickt prüfend und etwas überrascht in die Runde von
einem zum anderen
(Fingerzeig auf einen fiktiven Einwurf.)
"Nein nein, keine Jahrmarktsbude!"
Bitter wird dein Abgang, du Null!
Interessanter als aus deinem Centurien
Meinst du Donald Duck?
Du meinst doch wohl nicht unseren Kanzler!
Was? Wie bitte?
Seid ihr schon von dem da infiziert?
Paperlapapp! Dies ist eine lustige
Show. Hier werden Rätsel geraten,
Preise, mein Herr! MUSIK!!!!
Du Pappnase!
Scharlatan!
Spinner!
Schnee von gestern!
Schnee von morgen ist auch nur
Schnee von gestern!
Säufer!
Blödmann!
Arschloch!
Geh zur Hölle!
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MUSIK!!!! Wo bleibt die MUSIK???
Eine tosend-dröhnende Musik setzt ein.
Aufmarsch der Steelband mit ihren Cheerleadern und den Kampftruppen.
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…1959 geboren in Köln, wandte er sich
schon seit seinem 13. Lebensjahr leidenschaftlich der Dichtkunst zu, 1982
intensiv der Literatur und der Philosophie, was ihn fast zu einem Einzelgänger
werden liess. „Das Schweigen im Walde“ übte er als stummer Eremit ein
ganzes Jahr in einem Blockhaus im Eifeler Wald, machte dann aber mit den
ersten lyrischen Veröffentlichungen und Essays auf sich aufmerksam. Seine
Affinität zur schlesischen Mystik und zur Barockpoesie
entstammt seinem väterlich schlesischen Erbgut. Die
beratende Funktion bei „World Citizen Movement“ in Leipzig
(Texte, Lektorat) liess ihn Bekanntschaft mit Dieter Schönbach machen,
für dessen verlegerische Eigentätigkeit er ihm
freundschaftliche Hilfe und Zusammenarbeit anbot. Er schrieb u. a. dem
Komponisten das Libretto zur Multimedia-Oper NOSTRADAMUS.
Gert Grünert arbeitet und lebt seit 1997 in Bad Münstereifel.
Froh sind vereint fern jedem Groll
und Neide
Nun Kopf und Brust gedrängt wie volle Frucht
Der Menschen Augen edle Steine Gemmen
Sie finden Ruh’- nun abseits jeder Sucht
Gedanken kann des Danks
Und Liebens nichts noch hemmen
Verloren geht im Ernst die Launigkeit des Zanks
Und Bosheit jedem schwachen Wahn und Glauben
Des Himmels Sterne sind lebendiges Geschmeide
Und Kerzenlicht ein himmlisches Getreide
Die Güte hat in dem Moment kein Enden
Der Erde lässt sich jetzt der Himmel durch nichts rauben
Dem Himmel kann die Erde nichts entwenden
Und Eins sind wie im Kind von einst nun beide…
Wie leis das lichte Laub nun tickt
Wie leuchtend klar die Luft rings loht
Und kühl der Wald gold flammend brennt
Oh sanft die Quelle wölbt sich auf
In uns erzittert und erschrickt
Etwas als sei es nun bedroht
Und doch geht alles seinen Lauf
So wie der Mond am Firmament
Ein blauer Bogen kreist die Welt
Der Himmel knittert wie Papier
Planeten ordentlich und schön
Noch hängen Äpfel schwarz im Baum
Wie sanft der erste Schnee jetzt fällt!
Willst Du verkommen statt vergehn?
Des Jahres letzte Frucht sind wir
Der letzte Sommer / schon ein Traum…
„Eloi, Eloi, lama sabachtani“
-
„Mein Gott, mein Gott, warum
hast du mich verlassen?“
-
Das „mein“, das „mein“ mag ja noch passen –
Was aber meint das Wort „verlassen“?
…
Denn im Moment da Gott erscheint
Da grade fühlt mans nicht – und weint!
… - …
Dann zu vertraun - … - wie schwer
das ist….
bezeugte selbst der Erste Christ.
Töne Rhythmen Traumen
Takte Melodien
Die Farben der Gefühle
Die Spektren der Ideen
Strukturn aus Licht und Schatten
Wie Wetter ernste Spiele
Und Herzen von Geschöpfen
Das eigne schäln und schinden
am wolkenhaften Gaumen
Das Blut erhitzter Echsen
geblendet zu ersehn
In eine Schlacht zu ziehen
die endet im Beginn
und die beginnt im Enden
An Grenzen ohne Ziele
Der Lanzen Harmonien
Wo man vor Wärme fror
Und fürchtet sich vor Schönheit
Der Dissonanzen Glühn
Wo Engel ihn begatten
Und Teufel ihn beknien
Das Leben zu verwenden
Die Transzendenz der Waffen
Die Lust voll Gier zu kröpfen
den ungeheuren Sinn
Und zweckfrei fast zu schaffen
Gerade im Bemühen
Mit Dreck es zu verbinden
Den ungeheuren Sinn
Ersuchend zu erfinden
Und seherisch erblinden
Und falsch herum die Kronen
Als Dornen naher Ferne
Zu spiessen sich aufs Haupt
Gekörntes Salz als Saaten
Des Raumes ohne Zeit
Zu schönen nie / zu schonen
Die uns das Dasein raubt
Zu fliehn / doch nur nach vorn
Zu tasten und zu horchen
Den unteilbaren Atem
Das Pulsen / Modulieren
der Stille zu vertonen
Das Lärmen zu verhexen
Den eklatanten Chor
Mit dem ersehnten Ohr
dem Rauschen all der Sterne
Im Paralleln zu wohnen //
Das an Berührung glaubt
Ein unbegangner Weg / ganz eigen
paradox
Ein offner Horizont / unendlich und doch eng
Freigeistig – logisch - - streng /
Statt alt und orthodox…
Sehr intensiv – und neu / ein neuer Kontinent
(An den kein andrer glaubt / weil nicht ins Weltbild passt
-
Obwohl der Schätze voll die man dereinst wohl raubt…
--
Die man doch jetzt noch hasst –
Bespeit und fürchtet fast … - Warum ?!?
Ist andern ach
Zu schwer wohl ihre Last ?! –
Vielleicht zu schwach -- / ihr Mut ?! - !
Genug! - / den kaum wer kennt. - … - )
Da liegts wie ein Planet / frisch ist heut seine Glut –
Die sich ums Morgen dreht…
Wer fragt da – was das soll ?!?
(Die Kunde scheint noch zu verstörn /
Möcht man sein feiges Mütchen kühln
Und einen Meister dreist bekehrn
Zu letztlich alten Kinderspieln
Und hat doch nur den alten Hut –
Und selbst dafür den Kopf doch nicht … )
Es wird nichts ändern am Geschehn /
Dereinst umfassender zu hörn
Denn diese Art Musik ist jung
Zugleich ein Innen und ein Bild –
Das wund-erstarrt zu höherem Heil /
Alles bejaht / selbst den Verzicht …
Und dies vor allem zeigt sie mir:
Ein noch verborgnes schwarzes Licht
So öffnet sich aus grünem Blatt
Ein Blütengold satt und so Rot
Zu neuem Leben durch den Tod
Und die Verwandlung findet statt /
So zeichnet auch ein hohes Wild
Markant getroffen noch im Sprung /
Gibt selbst dem Gott der Jagd im Lauf
Der massvoll sandte seinen Pfeil –
Mit jeder Lösung Rätsel auf /
…
Dem steckt er Lorbeer in den Mund…
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Der Inhalt:
Die Oper beginnt mit einer allgemeinen Hommage an das frisch vermählte
Kaiserpaar, mit einer Würdigung der Länder des Erdkreises und
ihrer geladenen Vertreter, die sich alle in Harmonie und Freundschaft
nunmehr der göttlichen Weisheit JUPITERS in der Bemühung um
Frieden und Eintracht anschließen mögen. (Folgeaufführungen
in den Jahren danach wurden wegen der zweiten Türken-Belagerung von
Wien abgesagt! )
Im Hades klagt PROSERPINA, die Gemahlin des PLUTO, über ihre leidvolle
Aufgabe der finsteren Herrschaft. Ihre Freundin DISCORDIA kommt auf einem
Drachen angeflogen, erlebt ihre Schmach und will sie rächen. In einem
rasenden Furioso des Orchesters fliegt sie mit dem Drachen aufwärts
zu der lichten Wolkenbänken des göttlichen Himmels.
Was tun die Götter? Sie feiern natürlich - , sie feiern eines
ihrer opulenten Feste mit Speisen, Wein und den sportlichen Catcher/Wrestler-Turnieren
mit den närrischen Gesängen MOMO’s und den schon etwas
schwerzüngigen Weisheiten des JUPITER.
Macht, Geist und Schönheit sind auch mit dabei: JUNO, PALLAS und
VENUS. An sie gerichtet ist die Botschaft der fliegenden DISCORDIA, an
sie der Gruß durch den prachtvollen goldenen Apfel, den IL POMO
D’ORO, der derjenigen gehören soll, die der Auszeichnung wert
sei. Nie zuvor gab es in der Musikgeschichte solch zornige Sopran-Terzette,
nie wurde ein Streit musikalisch so erlebbar gemacht, wie der Streit der
Göttinnen um den Apfel.
JUPITER kommt auf eine glänzende Idee: PARIS muß her! PARIS,
der trojanische Prinz, exzellenter Frauenkenner, wird wie kein anderer
über die Qualitäten der streitbaren Göttinnen zu richten
wissen. MERKUR wird ausgeschickt, ihn zu holen.
PARIS ruht mit seiner Schäferin ENNONE an den Gestaden des jonischen
Meeres, in einer jener „heldischen Landschaften“, in denen
die Ballette der Nereiden und Faune den Liebenden die Zeit verkürzen.
MERKUR gewinnt PARIS sofort zum Richter zwischen den göttlichen Schönheiten,
und er entscheidet, dass der Apfel der VENUS gehören solle, ein Akt
der Bestechung, da VENUS ihm in einem imaginären Lustgarten die schönen
HELENA zeigt, die ihm als Lohn für die richterliche Tat gehören
soll. Dem Triumph der VENUS, der in wilden, jubelnden Koloraturen gesungen
wird, steht kontrapunktisch in ergreifender Schlichtheit die Trauer der
ENNONE gegenüber.
Der goldene Apfel wird in die Veste des MARS – Geliebter der VENUS
– gebracht. Und hiermit beginnt nun in einem ständigen Crescendo
das Unheil, das aus einem solchen Streit der Eitelkeit die Welt überzieht:
JUNO und PALLAS mobilisieren kriegerische Heere der AMAZONEN und Streikräfte
der ATHENER gegen die Macht des MARS. Soldaten der beiden Parteien rücken
in sich steigernden Ballett-Aktionen gegen die sich plötzlich hoch
auftürmende Festung MARS an. Der Belagerung folgt der Ansturm. Drohende
Trommelmärsche, Hetzchöre, futuristische Kampfmaschinen –
die ganze Palette einer gigantischen Schlacht wird mit musikalischen,
tänzerischen und technischen Mitteln vorgeführt. Auf dem Höhepunkt
erscheint der entsetzte JUPITER, beendet den Streit mit zürnender
Maßregelung. Alle erkennen betroffen den geringen Grund, der fast
zum Weltenbrand geführt hätte. JUPITER gibt PARIS freie Hand
zur neuerlichen Entscheidung. Ist doch das Kaiserhaus Österreich
hier verantwortlich für den Frieden; und bürgt die junge Kaiserin
nicht für die Macht JUNOs, den Geist PALLAS’ und die Schönheit
der VENUS?
Unter dem Jubel aller überreicht PARIS der Kaiserin den Apfel.
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